Die Second Life Gruppe Angehörige von Krebspatienten
Im Mai 2007 habe ich eine Sendung über Second Life gesehen und wurde auf das sogenannte Zweite Leben neugierig. Eine virtuelle Welt mit einer Währung und ein Regelwerk für alle Nutzer egal von welchen Teil der Erde sie kommen, das musste ich mir mal genauer anschauen. Wie sagt man so schön: Gesagt getan. Am 12.05.2007 wurde ramfresser Auer geboren und ich war nun im Second Life auf einer Insel, auf der man die Grundfunktionen der virtuellen Welt lernen konnte.
Doch an einer Stelle kam ich nicht weiter und deswegen habe nach 6 Stunden kurzzeitig aufgegeben. Da ich in meinen Handeln keinerlei Fehler sah, kam mir die Idee das ich eventuell bei der Registrierung einen Fehler gemacht habe und registrierte ich mich als ramfresser Beck neu. Mit diesen Zweitaccount habe ich zwar gegen die Regeln von Linden Lab verstossen (unwissentlich damals) aber ich kam weiter wie mit dem ersten Account.
Ich merkte schnell das diese virtuelle Welt eine verdammt gute Werbeplattform für den Verein für Angehörige von Krebspatienten und seinen Projekte sein könnte. Um die Gruppe Angehörige von Krebspatienten gründen zu können brauchte ich jedoch 100 Linden Dollar, aber ein Paypalkonto oder eine Kreditkarte hatte ich zu dieser Zeit noch nicht. Deswegen musste ich auf einen Dancepad für 5 Linden Dollar pro 10 Minuten tanzen und das tat ich fast dreineinhalb Stunden lang.

Der Gründung stand also nicht mehr im Wege und ich wollte mich ein paar Tage später bei dem Avatar bedanken, der mich für das Tanzen auf dem Dancepad bezahlt hat. Conny Colman Simowner der Sim Preussen (Berlin) und Künstler im realen Leben, stand plötzlich vor mir in der virtuellen Welt und ich bedankte mich für die 100 Linden Dollar. Dazu erklärte ich ihm wofür ich die 100 Linden Dollar genutzt hatte und ich bekam eine Antwort von ihm, für die ich ihn am liebsten erwürgt hätte: Wärest du doch sofort zu mir gekommen für diesen Zweck hätte ich gerne dir die 100 Linden Dollar auch so gegeben. Das war das erste Treffen mit Conny Colman und sollte nicht das letzte Treffen bleiben.
Ich wurde beim Deutschen Info Dienst (Dank Talina die Chefin vom DID) der erste Auzubi, um zu lernen wie die virtuelle Welt funktioniert und um ein paar Linden Dollar zu verdienen. Conny Colman gab mir im Berlintower eine Büro damit ich die erste Anlaufstelle für die Gruppe Angehörige von Krebspatienten einrichten konnte. Eine Second Life Inworld Zeiung wurde auf die Gruppe aufmerksam und wollte ein Interview mit mir machen und abdrucken.
Die Gruppe und der reale Verein mit seinen realen Projekten fanden immer mehr Anklang bei den Nutzer dieser virtuellen Welt und ich bekam immer mehr Arbeit dadurch. Ein Büro im Apfelland, eine Anlaufstelle in Berlin und viele kleine Werbeecken mussten gebaut und gewartet werden. Zum Glück der Gruppe schloss sich Sharlett Shan der Gruppe an und übernahm die Leitung der Gruppe Angehörige von Krebspatienten im Second Life.

Das Gespan leitet bis heute die Geschicke der Projekte vom Verein für Angehörige und Freunde von Krebspatienten in der virtuellen Welt Second Life. Auch in allen anderen virtuellen Welten leiten die beiden die Geschicke des Vereins und seinen Projekten. Darüber hinaus ist eine virtuelle Selbsthilfewelt in Planung und Bau.
Liebe Grüße
Patrick Popelka
alias ramfresser